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Mama sein

Geburtsmythen und Bräuche

Immer wieder fällt mir auf, dass jede Schwangere andere Mythen hat, an die sie glaubt und festhält. Deshalb wollte ich das Thema heute einmal aufgreifen.

Was bedeutet überhaupt Mythos? Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet Rede, Erzählung oder Wort. Mythen sind die Erzählungen aus der Vorzeit einer Kultur, die als „wahr“ weitergegeben werden.

 

Mythen in Deutschland

In Deutschland gibt es einige Mythen über werdende Mütter, das Geschlecht

Wie muss ich mich für welches Geschlecht ernähren? Wenn es ein Junge werden soll, soll man sich vorher kalorienhaltig ernähren. Soll es ein Mädchen werden, soll auf Kalorien so gut wie möglich verzichtet werden.

  • Laut einer englischen Studie, haben die Mütter, die während der Befruchtung viele Kalorien zu sich genommen haben eher einen Jungen bekommen. Und die Frauen, die zu der Zeit der Befruchtung Diät gehalten haben, haben später ein Mädchen bekommen.

Erkennt man an der Bauchform das Geschlecht? Wenn der Bauch spitz ist, wird es ein Junge. Ist der Bauch hoch, wird es ein Mädchen. Dieser Mythos ist wohl eines der bekanntesten Mythen.

  • Wenn der Bauch einer Schwangeren ziemlich weit oben ist, ist es entweder die erste Schwangerschaft oder der Körper ist ziemlich durchtrainiert. Die Muskeln, welche die Gebärmutter unterstützen, werden mit jeder Schwangerschaft schlaffer und lassen den Bauch tiefer sinken.
  • Wölbt sich der Bauch nach vorne, kann es sein, dass der Oberbauch der Schwangeren zu kurz ist, so hat das Baby gar keine andere Chance als nach vorne zu gehen.

Bei vermehrter Übelkeit in der Schwangerschaft bekommt man ein Mädchen.

  • Laut einer schwedischen Studie ist an diesem Mythos wirklich etwas dran. Die Mütter, die über starke Übelkeit klagten, brachten eher ein Mädchen als einen Jungen auf die Welt. Das liegt wohl daran, dass die Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG im Blut der Mutter, mit einem Mädchen im Bauch, höher ist.

Die Haarfarbe der Großmutter hat Einfluss auf das Geschlecht des Babys.Wenn die Großmutter mütterlicherseits bereits graue Haare hat, wird es ein Junge, wenn nicht dann ein Mädchen.

  • Auch an diesem Mythos ist nichts dran.


Jedes Kind kostet einen Zahn

  • An diesem Mythos ist nichts dran. Lediglich der Speichel ändert sich in der Schwangerschaft durch die hormonelle Umstellung und den erhöhten Mineralbedarf. Dadurch kommt es häufiger zu Karies oder Zahnfleischbluten.

Schwangere sollen für Zwei essen.

  • Im Grunde reichen 200-300kcal mehr am Tag. Wichtig ist vor allem eine abwechslungsreiche Mischkost, die viel Vitamin B, Jod und Kalzium enthalten.

Bei Mondwechsel kommen viele Kinder.

  • Laut einer deutschen Studie stimmt auch dieser Mythos nicht. Zwischen 1966 und 2003 wurden mehr als Vier Millionen Geburten analysiert, die zeigt, dass der Mond keinen Einfluss auf die Geburten hat.

Ein Gläschen Alkohol darf Frau sich gönnen. Denn ein Bier, ein Glas Wein oder Sekt zu Silvester schadet nicht.

  • Es sollte lieber auf Alkohol verzichtet werden. Da die kleinste Menge Schaden im Gehirn des Kindes zufügen kann. Die Leber des Ungeborenen kann den Alkohol nicht abbauen.

In der Anfangszeit, darf über das Kind nicht gesprochen werden. Viele Schwangere erzählen in den ersten 12 Wochen nicht, dass sie schwanger sind, weil es Unglück bringen kann.

  • Da die ersten 12 Wochen eine unsichere Zeit ist und die höchste Fehlgeburten Rate hat, erzählen viele aus Angst einer drohenden Fehlgeburt zu erleiden nicht, dass sie schwanger sind bevor die ersten 12 Wochen vorüber sind.


Während der Schwangerschaft darf man die Haare nicht färben.

  • Gesundheitsförderlicht ist es nicht, jedoch gibt es auch keine richtige Studie, die die diesen Mythos widerlegt.


Winterkinder werden kränkliche Kinder.

  • Dieser Mythos war einmal. Früher fehlte es den Winterkindern an dem Vitamin D, dass vor allem mit Hilfe von Sonnenlicht gebildet wird. Heute jedoch nehmen, der Großteil, der Schwangeren Vitamin D schon in der Schwangerschaft.


Traurige Mütter bekommen traurige Babys. Wenn die Mutter voller Trauer ist, wird das Baby auch ein trauriges Kind.

  • Das Kind wird nicht automatisch traurig, nur weil die Mutter traurig ist. Allerdings spürt das Baby die Gefühle der Mutter. Solange sie nicht die komplette Schwangerschaft depressiv ist und aufheiternde Tage folgen, wird es keine Folgen auf das Kind haben.


In der Schwangerschaft wachsen die Füße. Viele Schwangere haben größere Füße in der Schwangerschaft.

  • Dadurch, dass der Körper mehr Wasser einlagert, Schwellen die Füße an. Nach der Geburt verschwindet das Wasser von selbst.


Schwangere vergessen alles.

  • Laut einer australischen Studie trifft dies auf das Kurzzeitgedächtnis zu. Die wahre Ursache ist nicht geklärt. Es könnte der Schlafmangel sein, die körperliche Belastung, das zusätzliche Gewicht oder der Gedanke um und an das Baby.


Das Baby holt sich im Mutterleib das, was es braucht

  • Bestimmte Nährstoffe holt sich das Baby aus den Reserven der Mutter, deshalb sollte die Mutter auf ihre Ernährung achten und bestimmte Lebensmittel bewusst zu sich nehmen.


Alle Schwangeren haben Heißhunger Attacken auf saure Gurken.

  • Dieser Mythos stimmt nicht direkt. Schwangere neigen im Allgemeinen auf Salzige und Herzhafte Lebensmittel. Jedoch haben fast alle Schwangere generell Heißhungerattacken, was an dem erhöhten Insulinspiegel liegt, der in einer Schwangerschaft schneller abfällt.


Wenn das Baby mit seinem Kopf die Magenwand der Mutter berührt, bekommen Schwangere Sodbrennen.

  • Es sind nicht die Haare, die den Magen „kitzeln“, sondern die vergrößerte Gebärmutter die auf den Magen drückt


Junge Mütter bekommen seltener Schwangerschaftsstreifen

  • Auch dieser Mythos ist nicht wahr. Das Bindegewebe der jüngeren Mütter ist straffer, als das der Älteren und reißt durch die Dehnung schneller.

 

 

Brauchtum in Deutschland

„Brauch“ kommt aus dem Deutschen und steht für eine gesellschaftliche Gewohnheit. Eine Art Tradition, die von der Gesellschaft praktiziert werden.

Ob an diesen Bräuchen etwas dran ist, darf jeder für sich entscheiden. 😉

  • Wenn die werdende Mutter sich erschreckt und dabei ein Körperteil berührt, bekommt das Kind ein Muttermal.
  • Wenn das Kind viel schreit, hat die Mutter während der Schwangerschaft viel geweint.
  • Wenn die Wiege vor der Geburt geschaukelt wird, weint das Kind später viel.
  • Die Schwangere soll während der Schwangerschaft nur schöne Menschen anschauen, damit das Kind auch schön wird.
  • Ein Junge gibt der Mutter die Schönheit, ein Mädchen raubt der Mutter die Schönheit.
  • Wenn die Mutter alles isst, während der Schwangerschaft, wird das Kind später auch nicht wählerisch sein.
  • Wenn die Mutter unter einer Wäscheleine hindurch geht, wird sich die Nabelschnur um das Kind wickeln.
  • Soll das Kind Locken haben, muss die Frau täglich den Bauch mit kreisenden Bewegungen streicheln.
  • Wenn eine Schwangere auf eine Beerdigung geht, bringt dies Unglück über das Ungeborene.
  • Wenn ein Huhn ein Ei ohne Eigelb legt, muss man das Ei über das Nachbarhaus werfen, ansonsten bekommt eine alte Frau unerwünscht ein Kind.
  • Wenn der erste Urin des Kindes unter einen Apfelbaum geschüttet wird, bekommt das Kind rote Wangen.
  • Legt man dem Kind eine Fuchs- oder Wolfszähnen Kette um den Hals, keine Schmerzen bei Zahnen
  • Das Kind darf vor dem 1. Geburtstag nicht in den Stall getragen werden, sonst bekommt es Sommersprossen.
  • Wenn man dem Kind vor dem 1. Geburtstag die Fingernägel abschneidet, wird es ein Dieb.
  • Wenn man kleine Kinder misst, durchs Fenster hebt, über sie springt oder steigt, wachsen sie nicht mehr.

 

 

Bräuche Weltweit

  • In Russland berühren Frauen nur den Bauch einer Schwangeren, wenn sie sich wirklich ein Kind wünschen. Denn eine Schwangerschaft gilt als ansteckend
  • In Mexico kommt das Baby mit vielen Haaren auf die Welt, wenn die Mutter häufig an Übelkeit während der Schwangerschaft litt.
  • Wenn die Mutter am Meisten Gelüste auf ein bestimmtes Lebensmittel während der Schwangerschaft hatte, kommt das Baby mit einem Muttermal in Form eines solchen Lebensmittel zur Welt.
  • In Brasilien wird das Kind auf dem Weg nach Hause oft in rot gekleidet, weil das die Bösen Blicke abhält.
  • In Afrika, wird die Frau einen Jungen gebären, wenn eine grüne oder schwarze Schlange im Haus auftaucht. Erscheint ein Puffotter, wird es ein Mädchen bekommen.
  • In Kuba dürfen fremde Leute den Bauch einer Schwangeren nicht berühren, aus Angst vor dem „bösen Blick“
  • In Algerien soll das erste Hemdchen nicht gewaschen werden, sondern in ein Kissen eingenäht werden, das schützt vor bösen Geistern.

 

 

Bräuche gibt es über all auf der Welt. Und überall werden sie anders gehandhabt. An welche Mythen oder Bräuche jemand glaubt ist jedem selbst überlassen. 🙂

 

Kennt ihr noch Mythen? Habe ich welche vergessen? Ich bin auf eure Antworten gespannt.

Eure Christina Bild

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  1. Stine

    Während der Schwangerschaft darf die Haare nicht. ..was? Du meinst bestimmt Färben, oder?
    Ich kenne noch den Aberglauben, dass man vor der Geburt nichts für das Kind kaufen darf, da es sonst Unglück bringt.
    Oder man darf nicht seine Hände lange betrachten, sonst wird das Kind ein Dieb. Wenn man aber danach ganz schnell auf seine Füße schaut, passiert nichts.
    Meine Uroma kannte jede Menge Mythen und war sehr abergläubisch.
    LG
    Stine

    • Rabaukenmami

      Danke schön. 😀
      Ich habe es geändert.
      Ja stimmt, den Mythos mit dem Kaufen kenne ich auch noch.

      Total interessant, wie die Menschen früher „erzogen“ und „aufgewachsen“ sind, oder?

      Liebe Grüße,
      Christina

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