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Mama sein

Kinderwahnsinn

Heute möchte ich über den Wahnsinn mit Kindern schreiben. Es wird ein etwas längerer Artikel, deshalb nehmt euch etwas Zeit zum Lesen:-)

Ganz ehrlich, Kinder sind nicht immer toll. Kinder sind nicht immer zum Lieb haben und Kinder machen auch nicht immer das was man ihnen sagt. Mein Kind ist ein kleiner Rebell. Mein Kind ist selbstbewusst und zeigt das auch. Mein Kind schreit auch manchmal rum. Es kann auch passieren, dass mein Kind Dinge durch einen Raum wirft, wenn ihm etwas nicht passt oder wenn er beim Spielen mal wieder verloren hat.

Wenn ich mit anderen Müttern zusammen sitze und sie anfangen sich über ihre Kinder zu beschweren kann ich nicht sofort mitreden. Wenn wir einen gestressten Morgen hatten, habe ich das am Nachmittag schon wieder vergessen. Das bin nun mal ich. 😀 Ich verdränge schnell 😀
Aber wenn ich intensiv drüber nachdenke, dann fällt mir vieles wieder ein. 

Mir fällt ein, wie mein Rabauke morgens ruft, dass er keine Zähneputzen möchte, weil er lieber zu Ende spielen mag. Mir fällt ein, dass er die Tür knallt, weil er sich nicht anziehen mag. Und mir fällt auch ein, wie wir mit Geschrei das Haus verlassen, weil er nicht in den Kindergarten möchte. Ja mein Kind hat seine eigene Meinung. Mein Kind hat auch seinen eigenen Willen. Und das ist gut so. Aber es tut ehrlich SO gut, zu hören, wenn andere Mütter die gleichen Probleme haben. Ich denke mir dann immer „Hach schön, dass es die Probleme in anderen Familien auch gibt.“

Aus dem Grund möchte ich in dem Artikel zwei weitere Mami Blogs vorstellen, bei denen der Alltag auch nicht immer so läuft, wie es im Bilderbuch dargestellt wird 🙂 Es wird nächste Woche einen zweiten Teil dazu geben, also am Besten den Newsletter abonnieren um Nichts zu verpassen 🙂

 

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Als erstes möchte ich euch die liebe Nadine von Chaoskekse vorstellen. Nadine ist Mama von Zwillingsmädchen. Ihr Alltag ist doppelt turblent, aber lest selbst:

Erst habe ich gesagt, dass dieses Thema so gar nicht zu mir und meinen Keksen passt, da sich alles zum Besseren gewendet hat, seit sie da sind! Egal, ob es der Freundeskreis, die vielen tollen Unternehmungen oder einfach die schönen Momente als Familie sind, alles ist besser! ?
Dann fiel mir aber ein, dass es doch so einige Sachen gibt, die man als Mama nicht mehr machen kann. Zumindest nicht mehr allein! ? Denn ganz ehrlich, das Wort „alleine“ gibt es dann nicht mehr. Zumindest bei uns nicht!
Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal alleine im Bad war. Egal, ob unter der Dusche, beim Zähne putzen oder JA, auf der Toilette! Ständig wuselt ein Keks um meine Beine herum, macht Quatsch oder sagt ständig „Maaaamiiii…?“ ? Meine Kinder sind zauberhaft, aber ein bisschen Privatsphäre hätte ich dann doch gerne ab und an mal!

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Mir fallen etliche Dinge ein, die ich nicht mehr alleine mache oder generell laaaaaaange nicht mehr gemacht habe. Genauer, seit Juni ’13!
Wenn ich koche oder backe, sitzen die Kekse auf der Arbeitsfläche und gucken zu oder wollen helfen!
Seit die Kekse Interesse am Staubsauger gezeigt haben, sauge ich nicht mehr kurz mal schnell durch, nein, es dauert bestimmt 30 Minuten, weil sich abgewechselt wird und Mama nicht mehr alleine saugen darf.
Wäsche in den Keller bringen wird momentan auch zu einem kleinen Ausflug, denn natürlich müssen die Kekse mit. Es muss ja aufgepasst werden, dass ich alles richtig mache! Ist ja nicht so, dass ich schon seit Jahren die Wäsche selber wasche, aber ok..?

Es gibt natürlich auch viele Dinge, die ich eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gemacht habe.
Ausschlafen steht da an erster Stelle!
Feiern gehen, ein Gläschen Sekt zu viel trinken und irgendwann nach Hause kommen! War vor den Kids ja egal, wann ich aufgestanden bin. Jetzt stehen die zwei Punkt sieben, mit Glück halb acht am Bett und wollen gespaßt werden!
Spontan sein! Ja, was war das noch gleich? ? Ich plane meine ganze Woche immer am Sonntagabend, denn spontan geht mit Zwillingen mal so gar nicht. Wobei, jetzt mit 2 1/2 schon mal eher, als im Babyalter.
Ich könnte unendlich so weiter machen, aber meine Anzahl der Wörter ist begrenzt! ??

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass sich mein Leben sehr verändert hat. Aber wirklich nur zum Guten! Klar, es gibt so Sachen, die man vermisst, aber ganz ehrlich, ich finde, dass kann man nicht „Schattenseiten“ nennen…
Wenn ich in die blauen Augen meiner Kekse schaue, sie mich verschmitzt anlachen, sich über Kleinigkeiten freuen, mir überschwänglich um den Hals fallen und mich abküssen, wenn ich kurz weg war, mir vorsichtig das Gesicht mit ihren kleinen Händen streicheln, dann ist eh alles vergessen! ❤️

 

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Und ich möchte euch Anna von Familie Motte vorstellen. Mama von einem Mädchen und Zwillingen, dass auch ihr Tag nicht von Langeweile geprägt ist, versteht sich von selbst.

Es ist nicht alles Gold was glänzt. Es gibt viele Dinge, die man Dir nicht sagt bevor Du Mama wirst.
Ich weiß nicht, wie oft Du an Deine persönlichen Grenzen stößt. Wie anstrengend so ein trotzendes Kind sein kann und wie hilflos man daneben steht. Wie sehr man sich über dieses kleine zauberhafte Wesen ärgern kann. Dass dieses zuckersüße Mäuschen es schafft Dich so zur Weißglut zu treiben, dass man es gern mal für ein paar Tage auf den Mond wünscht.

Du weißt nicht, wie anstrengend und nervenaufreibend es ist, wenn man keinen Schlaf bekommt. Wie zickig und genervt man dann auf die einfachsten Fragen reagiert. Dass Du Dich mit Deinem Partner wegen Nichtigkeiten streitest, weil Du einfach mit den Nerven runter bist. Du weißt nicht, dass Du Dich anpieseln lässt, Kotze mit den Händen auffängst, Dich von oben bis unten vollspucken lässt und auch die ekligste Windel wechseln wirst ohne mit der Wimper zu zucken.

Du liest 100x die gleiche Geschichte vor, räumst 20x am Tag dem Kind die Sachen hinterher und wirst nicht müde wie eine Bekloppte immer wieder zu sagen: „bitte zieh´ Deine Schuhe an“, wenn man das Haus morgens eilig Richtung Kita verlässt, aber dem Kind natürlich noch 1000 Dinge einfallen, die „GAANZ DRINGEND“ noch erledigt werden müssen.

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Du trägst jeden Tag Kämpfe ums Anziehen aus, hast manchmal das Gefühl Du redest gegen eine Wand und nach der 20. Frage: „Mama, darf ich Schokolade?“ fragst Du Dich ehrlich, ob Du chinesisch sprichst. Soll das Kind etwas aber mal nicht mitbekommen wird es garantiert gehört haben was Du gerade gesagt hast.

Es wird Tage geben, da sitzt Du abends heulend auf dem Sofa und fragst Dich, wie Du das je schaffen sollst. Denn eins ist sicher: Du wirst Dich ständig fragen, ob Du eine gute Mama bist und es Deinem Kind gut geht. Und Dich wird immer wieder ein schlechtes Gewissen plagen: hat das Kind zu viel fern gesehen? Zu viel Süßigkeiten gegessen (hier kann beliebig anderes eingesetzt werden). Wie schaffen das andere Mamis bloß: immer perfekt gestylt, toll gekleidete Kinder, immer einen frisch gebackenen Kuchen zum Kindergartenfest und jeden Mittag ein frisch gekochtes Mittagessen. Während Du selbst Dir immer wieder eine Tiefkühlpizza in den Ofen schiebst, weil das Baby Dir nicht mal eine Minute Ruhe gönnt. Und wenn es doch mal was lecker frisch Gekochtes gibt schlingst Du es hastig runter, weil schon wieder ein Kind schreit oder irgendwas will.

Die Wohnung in Ordnung halten oder gar hübsche Deko aufstellen? Eine Sysiphusarbeit. Du wirst nie fertig. Sobald Du irgendwo Ordnung geschaffen hast kannst Du sicher sein, dass eins der Kinder an anderer Stelle ein Chaos veranstaltet hat. Und Deko? Ist doch tolles Spielzeug…!

In Ruhe duschen ist in den ersten Jahren wie ein Luxus-Wellness-Treatment. Für ausschweifendere Körperpflege die über das Eincremen hinausgeht musst Du erst einen Babysitter engagieren.

Das schreckt Dich immer noch nicht? Das erste Mal, dass Dein Kind „Mama“ sagt, wirst Du herbeisehen. Du wirst ausflippen vor Freude. Nach einer Weile merkst Du, dass es eigentlich ganz praktisch war, als das Kind noch nicht pausenlos „Mama“ rufen konnte. An manchen Tagen wird es zum absoluten Nervwort.

Und dann ist da noch die Sache mit dem Schlafen. Kinder schlafen am Anfang viel. Ja, bevorzugt tun sie dies auf Mamas Arm. Oft auch nirgends sonst, was bedeutet, dass Du Deinen Bewegungsradius sehr einschränken musst. Ich zum Beispiel habe gelernt sehr lange – wirklich seeeehr lange – einzuhalten, wenn ich mal auf Toilette muss. Denn schlummert das Kind erstmal friedlich und wie ein kleiner Engel auf dem Arm und versuchst Du böse Mama es dann abzulegen ist das Geschrei groß. Wie kannst Du es nur wagen Mama? Mich aus dem Schlaf zu reißen nur weil Du auf die Toilette musst…

Ja, so ist das als Mama. Und ich bin sicher, allen Mamis da draußen fallen noch zig mehr Beispiele ein. Bist Du einmal Mama, willst Du nie wieder ohne Deine Kinder sein. Und gleichzeitig ist es der schwierigste, anstrengendste und nervenaufreibenste Job der Welt.

Hach ja, die lieben Kinder 😀
Nächsten Mittwoch gibt es den nächsten Teil 🙂

UND GEHT ES BEI EUCH AUCH MANCHMAL SO TURBULENT ZU? ERZÄHLT DOCH MAL …

 

Eure Rabaukenmami

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  1. Beatrice

    Hier turnen auch 3 Kinder durchs Haus. 5J, 3,5J und 2 Jahre. Da läuft es definitiv oft auch alles andere als rund. Da stößt man an seine Grenzen und möchte manchmal einfach auswandern. Und doch würde ich es keinen Moment ohne sie aushalten. 🙂

    • Rabaukenmami

      Der Abstand ist auch wirklich gering. Das glaube ich dir aufs Wort, dass du alle Hände voll zu tun hast.
      Noch 16 Jahre, dann ist alles vorbei 😀

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